Ein magischer Ort

Doina Weber wird im August im Talhof in Österreich auf der Bühne stehen
Doina Weber

Ein magischer Ort

Es ist ein Ort, der schon vielen Dichtern und Denkern als Quelle der Inspiration gedient hat, sowie Kulisse vieler Spielfilme war. Das ehemalige Hotel Talhof, am Ende eines Tals, direkt an den Steilhängen des Semmering in Österreich gelegen. Ein geschichtsträchtiger Gebäudekomplex aus der Jahrhundertwende, der im letzten Jahr liebevoll restauriert wurde. „Es ist wirklich ein magischer Ort, sehr speziell“, findet Doina Weber, die schon mehrmals für Theaterproduktionen dort war. Der österreichische Kaiser verbrachte seine Jagdurlaube dort, Arthur Schnitzler ließ sich zum Schreiben vieler Werke, wie „Das weite Land“ beispielsweise dort nieder.

Nun ist aus dem ehemaligen Hotel ein Theater geworden, das parallel zu den Stücken, zu Lesungen und Podiumsdiskussionen mit Journalisten, Politikern und Philosophen einlädt. Eine der kommenden Produktionen wird das Stück „Am Ende eines kleinen Dorfes“ unter der Regie von Anna Maria Krassnigg sein, nach der Novelle „Die Totenwacht“ von Marie von Ebner-Eschenbach. Doina Weber freut sich auf diese Arbeit, weil sie mit der Regisseurin eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit verbindet und sie sich insbesondere auf die Zeit im Talhof freut. „Die Sommer sind wahnsinnig schön dort. Als Schauspieler ist es einfach toll, weil man dort wunderbar konzentriert arbeiten kann und nach den Proben wandern gehen und die Natur genießen kann.“

Gespannt ist die Schauspielerin auch schon auf die Inszenierung von Anna Maria Krassnigg. „Am Ende eines kleinen Dorfes“ ist ein drei Personen Stück, in dem eine junge Frau nach der Beerdigung ihrer Mutter auf dem Sarg sitzt. Ein Mann kommt zu ihr, mit dem sie seit langem und auf tragische Weise verbunden ist, wie schnell klar wird. Die junge Frau will nichts mehr von ihm wissen und weist ihn ab. Er lässt jedoch nicht locker und macht ihr klar, dass er sie heiraten wolle. Sie rechnet am offenen Sarg mit ihm ab. Doina Weber wird sowohl die tote Mutter, als auch die lebende Mutter und die Erzählerstimme sein. „Ich bin gespannt, wie die Regisseurin das lösen wird. Aber ich habe schon mehrmals mit ihr zusammengearbeitet und weiß daher, dass sie das ganz toll inszenieren wird.“

Wer nun also Lust bekommen hat, den Sommer auch an diesem inspirierenden, magischen Ort, zwischen Kunst, Kultur und wunderschöner Natur zu verbringen, der kann sich ab dem 04.08.2017 selber ein Bild davon machen, wie die Regisseurin dieses besondere Theaterstück inszeniert hat.

04.08.2017 Premiere „Am Ende eines kleinen Dorfes“

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