Die Prinzessin und der Pjär

Die Prinzessin und der Pjär

Die Prinzessin und der Pjär

Am 30. April war Roland Wolf mit dem Grips Theater auf Gastspielreise beim Heidelberger Stückemarkt und hier lest Ihr eine wunderbare Kritik über ihn und seine Rolle:

…Es ist immer heikel, wenn Erwachsene Kinder spielen, ihre Blicke, Gesten, Worte nachäffen – vor allem, weil das eigentliche Zielpublikum alle Anbiederungsversuche sofort durchschaut. Wolf aber ist, sobald er den Kopf unter seiner Kapuze hervorschiebt und sich verstohlen umsieht, ein einschränkungslos glaubwürdiger Zehnjähriger. Als „Schulversager Pjär“ tapst er linkisch und mit großen Augen in ein schlicht nachgebautes Schulklo, wo er seine versemmelte Mathearbeit in die Kanalisation hinunterspülen will. Es ist ein entwaffnendes, offenes, klares Gesicht, das hier ins Publikum späht, das Gesicht von einem, der schon weiß, dass da noch viele Klassen und viele Probleme auf ihn zukommen werden. Weil da kein Licht ist am Ende des langen Schultunnels, flüchtet er sich und leidet verkniffen, träumt sich weg und strahlt hoffnungsvoll, und dann wirft er sich weinend auf den Boden: „Wenn ich erwachsen bin, muss ich Penner werden… von André Murnot

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